Lust auf perfekte Einrichtungen



Stilsichere Planung und sorgfältige Materialauswahl für optimale Wohnatmosphäre

Wer die Inneneinrichtung eines Hauses plant, der braucht ein feines Gespür für die Wahrnehmung von Räumen. Es nur mit hochwertigen Designermöbeln vollzupacken, das genügt nicht immer den Ansprüchen eines ästhetischen Empfindens. Wie man es perfekt und hochprofessionell angeht, das zeigt das Konstanzer Einrichtungshaus Wohnform am Beispiel eines Hauses in der Nähe von Zürich.



Schon bei der Begrüßung vor dem außergewöhnlichen Wohnhaus wird klar, da ist in der Kundenbeziehung mehr entstanden, als zwischen Einrichtungsfachleuten und Bauherrschaft üblich. Freundschaftlich, herzlich ist der Empfang an der Haustüre. Und auf das, was die Gäste nach der Haustüre erwartet, darauf haben die Wohnform-Expertinnen, die Geschäftsführerin Dr. Jeannine Schmidt und die Innenarchitektin Christiane Schmidt-Neubig, schon vorsorglich während der Anfahrt hingewiesen. Aber dazu später mehr.



Terrian und Holger Inhester haben bei der Planung ihres neuen Hauses am Hang über Hedingen alles richtig gemacht. Und den Inneneinrichtern damit zu einem Glücksfall verholfen. Denn bereits in der Planungsphase konnten sie dem Architekten über die Schulter blicken und ihre Anregungen für die Innenraumgestaltung in die Raumaufteilung einfließen lassen. Sogar auf die Materialauswahl für Fassade und Innenräume konnte so Einfluss genommen werden. Vor dem geistigen Auge der Einrichter begann so die Innenraumgestaltung im gleichen Atemzug mit der Hausplanung zu entstehen, als professionelles Hand in Hand. Die Vorplanung sei so weit gegangen, dass schon vor Beginn des Rohbaus die Farbe der Kissen ein Thema gewesen sei, berichtet Jeannine Schmidt über die ungewöhnliche Detailarbeit bei diesem Einrichtungsobjekt.



Auch das Ehepaar Inhester zeigte sich in professioneller Arbeitsteilung beim Projekt: Als Bankmensch kümmerte sich Holger Inhester, natürlich neben dem Finanziellen, um die architektonischen Belange, während sich die Style erprobte Juristin mit der Inneneinrichtung beschäftigte. Ein schönes Zusammenspiel von modern und repräsentativ, so ihre Linie. Klare und saubere Formen sollten sich nicht nur in den einzelnen Möbeln zeigen, sondern die Gesamtheit sollte ein stimmiges Konzept widerspiegeln. Ein Rundgang durch das Haus bestätigt, dass aus dem Konzept ein realer Wohntraum geworden ist. Und die mit Emotionen vorgetragenen Kommentare der Gastgeberin bestätigen, dass dieser Wohntraum auch tatsächlich so wahrgenommen und gelebt wird.



Doch nun zu dem, was die Gäste jenseits der Haustüre erwartet. Das ist nicht nur spannend, sondern hat auch eine ganz eigene Geschichte, um die es innerfamiliär vielerlei Diskussionen gegeben hatte und um die sogar Tränen geflossen sind. Eine schwarze Schleuse empfängt die Besucher, mit einer hinter lackschwarzer Polyesterfolie versteckten Garderobe (im Hausjargon „Lackstiefel“ genannt) und einem großen silberumrandeten Spiegel. Der Leuchter, eine Komposition aus Glas und Stahl von Brand van Egmond, vermag mit seinem Licht das Dunkel kaum zu durchbrechen und kann eigentlich nur die Orientierung zur nach unten, ins Licht führenden Treppe vorgeben. Doch da wartet schon die nächste Überraschung: eine knallgelbe Wand begleitet die Gäste auf den frei in der Wand verankerten Stufen der Holztreppe in den Wohnbereich. Und genau diese gelbe Wand hatte zum tränenreichen Anruf in Konstanz und zur Frage geführt, ob man das denn wirklich so machen könne. Die beiderseitige Lust und Freude am mutigen Überraschungsmoment habe dann aber über alle skeptischen Betrachtungen die Oberhand gewonnen.



Und der Effekt ist verblüffend. Scheint man im ersten Augenblick in der Enge des schwarzen Raumes zu verstummen, so öffnet sich nach der Treppe das Haus in alle Richtungen und umgibt einem geradezu verschwenderisch mit Tageslicht. Am Esstisch vorbei öffnet sich der Raum großzügig einmal in Richtung des Wohnbereichs, andermal in Richtung Küche, dem anderen großen Thema im Haus. Edelstes Design von Bulthaup mit einer Oberfläche in Mattweiß und Griffen in Alu.
Kücheneinrichter Zembsch aus Konstanz stattete diese mit Einbaugeräten von Gaggenau aus.



Mit zahlreichen -Extras versehen: einem Kühlschrank mit motorisch verstellbarer Inneneinteilung und einem extra breiten XXL-Backofen. Denn schließlich ist Terrian Inhester gebürtig aus Amerika und da möchte man zu Thanksgiving kein Güggeli sondern einen veritablen Truthahn für die Familie aus dem Ofen holen. Und der hat hier wirklich drin Platz. Über dem erhöhten Essplatz der Küche mir Barsesseln Circo von Cor (in Leder von Walter Knoll) sorgt Big Bang von Foscarini fürs richtige Licht.



Was zu Beginn der Planungen als offene Verkehrsfläche zwischen Küche und Wohnbereich gedacht war, wurde von den Inneneinrichtern mit viel Gefühl als Essbereich ausgestaltet. Mit Erfolg. „Wenn unsere Freunde zu Besuch sind, dann ist das hier ihr Lieblingsplatz“, -erklärt Terrian Inhester zur Sitzbank mit Ausblick auf die gesamte Etage und ins Freie. Der Esstisch Tix massiv aus Ulmenholz ist von Zoom, die Bank Together und die Stühle Jason sind von Walter Knoll. Die Leuchte Cellula von Carbone/Vudafieri stammt aus der Kollektion von Anthologie Quartett. Einen ganz anderen Lieblingsplatz haben sich ihre amerikanischen Freundinnen ausgesucht: sie belagern am liebsten das einladende Sofa Andy von B&B mit der Kissenlandschaft. Oder reservieren sich einen Platz auf den beiden Sesseln von Cassina, designt von Charlotte Perriand.



Beim Rundgang durch das Haus mit seinen rund 500 qm Wohnfläche auf drei Etagen fallen noch viele Namen bekannter Designer und Hersteller, die Wohnform in Konstanz anbietet und deren Möbel und Leuchten hier in einem gekonnten Zusammenspiel platziert wurden. Jedoch nicht nur im Innern, sondern auch auf den Terrassen an der Schmuckseite des Hauses ergab sich so eine Wohlfühl-atmosphäre. Kuschelsessel und -sofas aus Flechtwerk und Tische mit auswechselbaren Fliesen aus der Outdoor-Kollektion von B&B Italia laden hier ebenso wie die wetterfesten Sitzsäcke aus der Aqua-Kollektion von Paola Lenti zum Verweilen in der Nachmittagssonne ein.




Text/Fotos: Peter Allgaier
www.wohnform-konstanz.de

[Zurück zur Übersicht]